Maike Tatzig Fanclub

 
 
Bericht vom 19.7.08 - FC-Treffen in Köln
Bericht steht unter dem Copyright von Melli bzw. den angemerkten Autoren

Am Samstag nach Duschen und Frühstücken fuhren wir mit Unterstützung des Navigationssystems nach Köln => 300 km A3 und da! =)
Vom Parkhaus am Zoo gings dann zu Fuß am Rheinufer entlang Richtung Dom. („Hey super Idee, da sparen wir uns ein S-Bahn-Ticket“ ... „Ohhh, ist deine Tasche auch so schwer wie meine?“ ... „Ich kann nicht mehr!“) Unterwegs liefen uns einige extravagant, überwiegend in schwarz gekleide­te, komische Frisuren zur Schau stellende, menschliche Objekte über den Weg. Wir wunderten uns – und gingen weiter. Doch nach 25 Minuten kamen wir dann endlich am Hauptbahnhof an, Ziel: Starbucks. Mit Caramel Macchiato und Chai Tea Latte überbrückten wir die Stunde Wartezeit, bis wir Svenja vom Zug abholten und uns dann zu dritt auf den Weg zum Meininger machten. S-Bahn, Straßenbahn, und wie geht’s dann weiter? Per Intuition und gemeinsamer Erinnerungsleistung ha­ben wir es dann aber doch direkt gefunden.
Nach erfolgreichem Check-In startete die Mission „Gepäck ins Zimmer“: der freundliche „Mann-da-unten“ schickte uns hoch in den ersten Stock, mit der Warnung vor einer möglichen Invasion der Putzkolonie. Tja, die war wohl auch grad am Werk und ließ sich durch uns zwar nicht von der Ar­beit ab-, dafür aber aus der Ruhe bringen. Unser kurzer Aufenthalt mit Gepäck abstellen und Haare kämmen wurde mit Schimpfen und Meckern bestraft. Nun waren wir aber auch schon bissl spät dran, Treffpunkt mit den anderen war für 14 Uhr ausge­macht. Also in aller Eile zum Hauptbahnhof-Starbucks: direkt vor einem Bus über die Straße ren­nen, zum falschen Gleis der Straßenbahn sprinten, letztendlich dann in der richtigen Straßenbahn landen, dafür jedoch in der falschen U-Bahn, sich am Friesenplatz wiederfinden (um 14 Uhr...), aber dann doch noch irgendwie souverän ankommen. Dort waren noch mehr lustig aussehende Go­thics unterwegs, die sich, wie wir später rausfinden sollten, zum Amphi-Festival in Köln trafen.
Vor dem Starbucks warteten schon die anderen auf uns. Nach der Begrüßung folgte eine angeregte Diskussion über die Tagesplanung: Bowlen? Köln-Rallye? Bowlen? Kaffee trinken? Rallye? Bow­len? Am Rhein sitzen? Rallye? In der engeren Auswahl landeten schließlich die Rallye und Bowlen. Da wir das in dem Moment günstig erscheinende Wetter ausnutzen wollten, fiel die Entscheidung auf die Rallye. In zwei Teams machten sich Steffi, Steffi und Kerstin sowie Tina, Tina und Steffie auf den Weg, während Svenja und Melli letzte Überprüfungen bezüglich der Rallye tätigten.

Steffie:
Zu dritt liefen wir los, um möglichst schnell all unsere Aufgaben der Rallye zu erfüllen. Dabei bedienten wir uns gelegentlich der Unterstüt­zung hilfsbereiter Kölner und Touristen. Ange­fangen bei den netten Rikscha-Fahrern (die uns mit mehr oder weniger richtigen Infos über den Dom aushalfen), über eine Verkäuferin im 4711-Laden (welche wir eigentlich nur nach dem Weg fragen wollten, sie uns aber gleich einen Stadt­plan aushändigte) bis hin zum rosa Hasen samt Junggesellenabschieds-Komitee (welche für eine Schutzgebühr von 1,50 € für ein Schiller­straßenszenen-Foto mit uns posierten), nicht zu vergessen eine Informationstante in der St. Marienkirche im Kapitol (welche uns zur Sa­kristei der Kirche schickte, um den vermeintli­chen Kirchen-Hotspot zu finden, diesen dann aber selber nicht finden konnte) – vielen Dank für die Hilfe, liebe Kölner!
Nachdem wir auch die letzte Hürde (Überque­rung der Hohenzollernbrücke) gemeistert hatten, trällerten wir noch bei Sturm und Regen „Later­ne, Laterne“.

Melli:
Nach kurzer Konferenz am Starbucks-Tisch mit Stadtplan und Köln-Stadtführer machten auch wir uns auf den Weg, um alle Fragen und Ant­worten der Rallye abzuklären.
Unter anderem führte uns unser Weg zum Köl­ner Rathaus. Auch wir mussten ein klein wenig planlos eine Weile um den Block laufen, um den Typen am Rathausturm zu finden, der zu jeder vollen Stunde seine Zunge rausstreckt.
Bevor wir uns dann zum Zielpunkt Tanzbrunnen aufmachten, beschäftigten wir uns noch mit dem Projekt „Hungerstillung“. Dies sollte in einer dä­nischen Eis- und Hotdog-Bude geschehen. Die nicht-dänische Bedienung arbeitete in aller See­lenruhe vor sich hin und das auch noch schlecht, so dass Svenjas Hotdog dann schon fast vor dem Verzehr in alle Einzelteile auseinander fiel. Schlechter Hotdog, schlechte Entscheidung.
Dann gings im Stechschritt zum Tanzbrunnen – je näher wir kamen, umso mehr Amphis waren unterwegs. Fand wohl das Amphi-Festival am Tanzbrunnen statt??? Also planten wir schnell um, neuer Zielpunkt: Ende der Hohenzollern­brücke. Dort trafen wir uns mit den beiden Gruppen.

Von Hunger und Wind wieder zurück über die Brücke getrieben, führte uns unser nächster Weg in eine Pizzeria am Rhein. Es ist ja Sommer, und da sitzt man natürlich draußen – zumal die Sonne sich grad mal wieder blicken ließ. Dann kam das Essen... dann kam der Stelzenmann... dann kam der Akkordeonspieler... dann kam der Regen. Da wir aber hart im Nehmen sind, ließen wir uns we­der Laune noch Appetit verderben – wofür gibt’s Sonnenschirme?
Nach Regen folgte Sonne – da wollten wir uns ein bisschen am Rhein in ebendiese setzen ;-)
Doch kurzfristige Programmänderung: wir gehen was trinken.
Vorerst landeten wir bei Carlos... schmieriger, von sich selbst sehr überzeugter Latino-Macho in ei­ner kubanischen Bar, die uns (zu acht) bei auffrischendem Wind drinnen keinen Tisch geben wollte, da wir nur was trinken wollten... => Bezahlen (10 Cent Trinkgeld sind doch ok für so 'nen Service...), über die Straße und in eine andere Bar – ohne Carlos, mit netterem Personal. Diese konnten wir sogar zum Üben ihrer Hand-Auge-Koordination motivieren: Bierdeckel-Artistik.
So klang der Abend nett aus, bekam dann aber wieder neue Action bei der „Fahrt“ zum Bahnhof. Eine S-Bahn fuhr uns vor der Nase davon, deshalb mussten wir zu Fuß zum Bahnhof sprinten, um Steffi C. noch rechtzeitig zum Zug zu bringen. Das war dann auch geschafft,und nach einer Stunde Wartezeit konnten wir auch Steffi H. in ihren verspäteten Zug setzen, der nach Aachen fahren sollte (Odyssee-Berichte hierzu sind bei der Betroffenen selbst zu erfragen). Auch Kerstin stieg in ihren Zug, und wir brachten dann die Tinas zu ihrem Hotel – mit Großaufgebot an Polizei und Rettungs­kräften mit Blaulicht und Maddinshorn in der Nebenstraße. Müde fuhren dann auch wir drei Ver­bliebenen zur Jugendherberge und fanden bald den Weg ins Bett (auch wenn uns das erschwert wurde mit nicht-programmierter Schlüssel-Karte für die Zimmertür).

Odyssee-Bericht der Betroffenen:
Wie Melli in ihrem Bericht schon erwähnt hatte, wurde die Bahnfahrt von Köln nach Aachen (geplante Dauer: 52min) zu einer Odyssee (Dauer: 1,5 Std.).
Nachdem der Fahrkartenautomat am Hbf tatsächlich mein Ticket ausgespuckt hatte, kam direkt der nächste Schreck, als wir die Anzeigetafel lasen, um das richtige Gleis zu finden: RE um 23.17h: 60min später.
Zum Glück entdeckte Kerstin, dass der RE um 22.17h 80min später kommen sollte, d.h. dieser Zug war noch nicht mal weg. Also schnell zum Gleis, stets ein Auge auf die Anzeige und tatsächlich - irgendwann, als man es nicht mehr geglaubt hatte, kam der RE von 22.17h um 23.55h. Kaum saß ich drin, hab ich auch direkt Heike bescheid gesagt, dass ich wohl in 52min in Aachen sein müsste... dachte ich!
So leicht wollte mir die Bahn das dann doch nicht machen. "Nächster Halt: Düren.... Verehrte Fahrgäste, aufgrund der hohen Verspätung endet dieser Zug in Düren und fährt zurück nach Hamm." blabla, die Leute, die weiter gemusst hätten, können auf Gleis 1 den nächsten verspäteten RE um 00.40h nehmen. SMS an Heike, dass ich doch nicht in 52min da bin, ich würd mich wieder melden. Somit standen um 00.15h ca. 250 angenervte Leute am Dürer Bahnhof herum, die Zeit verging wie in Zeitlupe... 00:40h ging vorbei und es wurde dann doch 00:50h, bis der RE angetuckert kam. Dieser fuhr dann auch wirklich bis nach Aachen, allerdings hab ich auch an jedem Bahnhof Stoßgebete geschickt, dass der jetzt weiter fährt und uns nicht noch mal allesamt rausschmeißt.
Statt um 00:07h war ich dann gegen 1:30h in Aachen!

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Meininger, fuhren zum Hauptbahnhof und machten es uns dort bei Starbucks bequem. Es folgte ein Dauerpendeln zwischen diesem Starbucks und dem „am Hof“ (am nächsten gelegenes, kostenloses Klo). Kurzzeitig gesellten sich die Tinas und Steffi H. noch zu uns.
Mittags brachten wir Svenja zum Zug, schlossen unser Gepäck zunächst zögerlich in Hightech-Schließfächern ein, gingen noch mal auf unser Klo „am Hof“ und marschierten dann in und auf den Dom. Trotz Höhenangst kamen wir aber heil hoch und auch wieder runter.
Nach einem späten Mittagessen – Asiatisch im Hauptbahnhof – bekamen wir entgegen aller Befürchtungen unser Gepäck vollständig zurück, fuhren mit Bahn und Bus zum Zoo und holten den kleinen Micra aus dem Parkhaus ab. Von Unwettern begleitet, fuhren wir durch Nordrhein-Westfa­len, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern und kamen schlussendlich wieder in Würzburg an.

Steffi:
Am Sonntagvormittag trafen wir uns noch mal alle im Starbucks am Hauptbahnhof. Nach der Verabschiedung machte ich mich dann mit den beiden Tinas auf zum Dom. Kurzfristig hatten wir beschlossen, mal eben hochzusteigen, da wir nicht wussten, was wir in den paar Stunden noch machen sollten.
Keuchend stiegen wir die Treppen nach oben und machten ab und zu kurze Pausen in diesen "Tür-Ecken", also da, wo ne kleine Einbuchtung mit verschlossener Tür ist und man da stehen bleiben kann, ohne die Treppe zu blockieren. Bei den Pausen hatten wir allerdings immer im Kopf, dass wir nicht soo lange stehen müssen, weil ja auf 2/3 Höhe des Doms noch der Glockenraum war, wo man einmal rum laufen konnte und somit auch Treppen-steig-Pause hatte. So stiegen wir immer weiter nach oben, weiter, weiter und standen dann auch irgendwann schon in dem "Raum", von dem dann in der Mitte die normale Treppe nach oben weiter ging. Kurz verschnauft, dann nahmen wir diese auch in Angriff. Und schwups, kaum war die anschließende Wendeltreppe vorbei, standen wir plötzlich GANZ oben.
Die Verwunderung bei Tina G. und mir war groß: wo ist die Etage mit dem Glockenraum hin?? Die war doch früher mal da! Wieso stehen wir jetzt plötzlich schon ganz oben?
Nun ja, wo wir aber schon mal da waren, sind wir da oben 2x rum gelaufen, Köln angeguckt, Magic Horst gesucht (aber nicht gefunden), Fotos gemacht und dann wieder auf den Weg nach unten gemacht.
Da läuft man so die Wendeltreppen vor sich hin und plötzlich taucht neben einem der Eingang zu dem Glockenraum auf. Wieder Verwunderung: "Wie haben wirs bitte geschafft, da vorher dran vorbei zu laufen?? Das sieht man doch!" Somit hatten wir dann eben eine Treppen-runterlauf-Pause, bevors nach ganz unten ging.
Mittlerweile ist meine Theorie ja, dass wir deswegen dran vorbei gelaufen sind, weil da entweder gerade Leute entgegenkamen und wir nach innen ausweichen mussten, oder: ich erinnere mich, dass da mal so ca. 3-4 Leute standen, von denen ich dachte, die stünden auch in so einer Türecke zum Pause machen. Wahrscheinlich war hinter denen der Eingang zum Glockenraum und die konnten bloß grad nicht raus, weil da von oben und unten Leute kamen.
Nachdem wir also den Dom nach oben gehetzt und wieder nach unten geschlichen waren, suchten wir uns am Rheinufer noch einen Italiener zum Mittagessen. Dass Pizza Magerita für manche eine echte Herausforderung zu sein scheint (Zeit Bestellung-Lieferung: 30min), konnten wir ja nicht wissen, das nächste Mal bestellen wir eine einfachere Pizza ;-)

 
 
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