Maike Tatzig Fanclub

 
 
Bericht vom 30.6.07 - FC-Treffen in Köln
Bericht steht unter dem Copyright von Heike

Die Vorbereitungen für das FC-Treffen liefen schon seit Wochen. Dass Nils und ich das Einkaufen auf den allerletzten überhaupt möglichen Tag, den Tag vor dem FC-Treffen, gelegt hatten, liegt gar nicht an der völlig normalen, menschlichen Gewohnheit, solche Sachen so weit wie möglich vor sich hinzuschieben, um dann pünktlich zu Ladenschluss die Einkaufsliste, die sich zu Hause auf dem Küchentisch als Untersetzer für Kaffeetassen auch sehr gut macht, zu vervollständigen. Es lag vielmehr daran, dass man Lebensmittel inzwischen nur noch in Verbindung mit einem Haltbarkeitsdatum kaufen kann. Gut, so ein „Final Countdown“ für Lebensmittel ist schon eine spannende Sache. Wenn man viel Zeit hat, kann man zuschauen, wie sich die Farbe ändert und manchmal fängt das Essen auch noch mit einem an zu reden. Aber diesen spannenden biologischen Prozess zu beobachten, hätte dann doch den Rahmen des FC-Treffens gesprengt.

Währenddessen hatte sich auch Steffi in München ein weiteres Mal der deutschen Bahn anvertraut. Da sich die Pünktlichkeit der deutschen Bahn sowieso antiproportional zur eigenen verhält, haben Nils und ich uns einfach so ab 19.45 im Starbucks am Kölner Hbf einquartiert. Mit Kaffee kann man mich ja zumindest zeitweise ruhig stellen.
Endlich wieder in Alsdorf angekommen, mit Steffi, haben wir uns dann schnell an die letzten, wichtigen Vorbereitungen für das FC-Treffen gemacht: Nils' Auto mit Schillerstraße-Wer bung bekleben, Zitate aus den Folgen raus suchen und auf kleinstmöglichem Format ausdrucken, und alle, die sich getraut haben, um die Uhrzeit online zu gehen, damit wahnsinnig machen, dass wir in 1 Zimmer zu dritt an 3 PCs sitzen...
Irgendwann ist uns dann aber doch aufgefallen, dass wir, wenn wir am nächsten Tag pünktlich aufstehen wollen, vor allem überhaupt erstmal ins Bett gehen sollten.

Müde, aber gut in der Zeit ging es am nächsten Tag gegen 12.00 los nach Köln und selbst 3 km Stau auf der Autobahn konnten uns nicht bremsen. Ich persönlich würde aber auch keinem empfehlen, Steffi und mich auf dem Weg nach Köln aufzuhalten.

Am Hinterhofsalon angekommen, haben wir dann auch erstmal das ganze Zeug nach oben geschafft. Nachdem wir die schwersten Sachen nach oben getragen hatten, hat uns der Vermieter dann gesagt, dass wir auch gerne den Fahrstuhl benutzen dürfen.

Wir waren noch mitten im Aufbau, da kamen auch schon die ersten Mitglieder. Aber da es auch bei uns kein Drehbuch gibt, sondern nur ein Programm, dessen Programmpunkte man zum Glück problemlos munter miteinander tauschen kann, haben wir dann einfach improvisiert und die schon anwesenden Mitglieder direkt in den Aufbau mit einbezogen.

Nach und nach wurden es dann immer mehr Mitglieder und wie es der Zufall wollte, war es nun auch Zeit für den ersten Programmpunkt – die Begrüßung. Um unser Programm möglichst gut durchzuziehen, haben wir dann auch direkt ohne Werbeunterbrechung weitergemacht mit dem nächsten Punkt: Promi-Raten. Fairer Weise hätten wir uns vielleicht dabei auf Menschen beschränken sollen, denn auf Namen wie Bibi Blocksberg oder Alf kommt man doch nicht so schnell. Wisst ihr, wer ich bin? Ich bin weiblich, Schauspielerin, bin normal groß, bin älter als 30, bin deutsche Schauspielerin, ich singe - Gott sei Dank - nicht, ich bin nicht im Comedy-Bereich und war noch nie in der Schillerstraße, wurde aber in der 1. Folge namentlich erwähnt!

Weiter ging es mit einer Pause. Um den Mitgliedern die Zeit, in der sie sich privat miteinander unterhalten können, möglichst ganz zu ersparen, haben wir uns auch hier etwas ausgedacht: Zitate-Finden! Wir hatten 20 Schillerstraße-Zitate auf kleinen Zetteln im Hinterhofsalon versteckt. Diese mussten nicht nur erstmal von den Mitgliedern gefunden werden, sondern auch noch dem richtigen Darsteller und der richtige Folge zugeordnet werden.

Genauso anspruchsvoll ging es dann auch mit dem nächsten Programmpunkt weiter: Anweisungen raten! Dazu wurden die Mitglieder in drei Gruppen aufgeteilt. Gut, dass das keinen Sinn mehr macht, wenn Anne und Kerstin in eine Gruppe sind, wissen wir jetzt auch. Derweil kam auch Maike an. Um das Ganze nochmal spannend zu machen, haben wir Maike zur schwächsten Gruppe dazu gesetzt und siehe da – Maike konnte in der Tat Anweisungen erraten! So hat hat sich die Schweizer Gruppe noch tapfer aus den Minuspunkten heraus auf den 2. Platz gekämpft.

Um die rauchenden Köpfe ein wenig zu entspannen, haben wir Maikes Anwesenheit genutzt und den Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, Maike all das zu fragen, was sie schon immer wissen wollten.

Trotzdem wollten wir natürlich mit unserem Programm gut in der Zeit bleiben und haben gnadenlos weiter gemacht – diesmal aber mit etwas lockerem Programmpunkt: Sunny-Sunshine. Das hört sich vielleicht vom Namen her ein bisschen an wie Montagsmaler, hat aber gar nichts damit zu tun. Sunny-Sunshine ist das bzw. der, der in Erscheinung tritt, wenn Nils mal wieder etwas drüber ist. Und wenn das FC-Treffen kein Grund ist, um drüber zu sein...
„Kennt ihr das? Der Tag hatte wieder mal nur 24 Stunden und ihr seit wieder zu nichts gekommen!?! Sunnys Leben ist einfach zu schnell für 24 Stunden – so schnell wie eine Autobahn, bei der man gerade eine Ausfahrt verpasst hat.“ Wenn Sunny aus seinem Leben erzählt, dann sollte man ganz genau zuhören, da er die Angewohnheit hat, sämtliche Tagesabläufe mit den Abläufen eines PCs zu vergleichen. Zudem befindet sich Sunnys Leben leider momentan auch noch in der Betaphase.
Abschluss von Sunnys kurzem Programm ist der Pitterman-Song – umgeschrieben auf die deutsche Bahn:

 
„He kütt de deutsche Bahn,
fährt so langsam wie se kann,
hält an jedem Bahnhof an
und kütt net immer pünktlich fahrn.
 
Tuttituttitutti die Tickets hoch,
hätta hätta hätta jot jemacht,
tuttituttitutti die Hände hoch,
könnta könnta könnta weiter fahrn.“

Leider war es doch nicht der Einkaufszettel, der zu Hause rum lag, sondern genau dieser Text. So gab es auf dem FC-Treffen nur eine verkürzte Version.

Wo wir schon mal beim Singen waren, haben wir dann auch direkt mit Karaoke weitergemacht. Steffi und Svenja haben mit „Walk with me“. Danach war der Andrang so groß, dass die Wahl rein zufällig auf Maike gefallen ist. Wir hätten eher damit gerechnet, dass sie sich charmant raus redet, wenn wir sie bitten, für uns einmal live „One more step“ zu singen. Aber im Gegenteil – Maike hat das Lied gesungen, als hätte sie es erst gestern aufgenommen. Absolut klasse!!!!!!
Dafür durfte sie sich dann auch aussuchen, wer als nächstes singt. Sicher war es nur ein Zufall, dass die Wahl auf Anne gefallen ist.
Tano fand Karaoke wohl nicht so toll. Ich denke nicht, dass es an Annes und Nils' Gesang lag, aber er hatte plötzlich die Hosen voll und wollte nur noch raus. Gut, er hat ja auch noch nie Karaoke gemacht.
Nach Karaoke gab es dann Autogrammstunde und Fotosession mit Maike. Ergebnisse davon könnt ihr ja genug sehen.

Jetzt war dann aber auch endlich Zeit für den gemütlichen Programmteil des FC-Treffens: Essen und Chillen und natürlich auch weiterhin Zitate-Finden. Da ich an Letzterem ja nicht teilnehmen konnte, hab ich mich dann erstmal direkt in die Chill-Out-Ecke begeben. Da ich ja jetzt auch im Rheinland bin und man muss sich ja auch schon ein bisschen anpassen, also sprachlich gesehen und hab direkt von Maike ein neues Wort gelernt: Plümm, was auf deutsch soviel wie Bettdecke heißt. Ich hab dieses Wort inzwischen auch schon selbstsicher im Alltag angwendet.

Nach und nach haben sich dann immer mehr Mitglieder in der Chill-Out-Ecke angesammelt. Diesen tollen Augenblick haben wir dann auch für unseren nächsten Programmpunkt genutzt: Geschenkübergabe.
Wie ihr durch unseren Newsletter, das Schillergeflüster, mitbekommen habt, hatten wir dieses Jahr für Maike zum Geburtstag ein Puzzle geplant, auf dem alle Mitglieder die Möglichkeit haben, ein Teil selbst zu „gestalten“. Am Ende hatten wir dann ein 25-teiliges Puzzle, welches wir Maike nun in gemütlicher Runde überreichen konnten. Leider musste Maike uns danach dann verlassen. Aber sie war auch schon länger geblieben, als sie eigentlich geplant hatte.

Für einen schönen Ausklang des Abends hatten wir verschiedene Impro-Spiele à la Frei-Schnauze vorbereitet: Abc-Spiel, Interview-Spiel, Lieder-Gurgeln, Mumie-Einwickeln. Leider war auch diese letzte Stunde viel zu schnell rum und nun hieß es Abschied nehmen, da die meisten von uns ja einige Kilometer auseinander wohnen und auch noch ein bisschen Fahrt vor sich hatten.

Jetzt waren wir an dem Punkt angekommen, an dem nur noch Aufräumen auf dem Programm stand. Normalerweise kriegt man spätestens in diesem Moment den Raum sehr schnell leer. Doch wieder erwarten ging keiner – alle haben plötzlich mit angepackt und in etwa 15 Minuten war aufgeräumt.

 
 
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